Ananouri (Georgien)

Ananouri (Georgien)

Ananouri (Georgien)

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GeschichteUNESCO-Stätten

70 km von Tiflis entfernt thront die Festung Ananouri über dem Jinvali-See. Seit 2007 UNESCO-Welterbe, erste Etappe der Militärstraße nach Kazbegi.

Das befestigte Ananouri-Areal ist ein absolutes Highlight einer Reise durch den Großkaukasus und liegt etwa 60 Kilometer von Tiflis, der georgischen Hauptstadt, entfernt. Hoch über dem herrlichen Stausee von Jinvali thront diese imposante Festung in einer außergewöhnlichen Naturlandschaft – ein Bauwerk, das seit 2007 zum UNESCO-Welterbe zählt.

Ein Stück Geschichte der Ananouri-Anlage

Als ehemaliger Sitz der Herzöge von Aragavi erlebte die Festung eine turbulente Vergangenheit, bevor sie renoviert und für den Tourismus geöffnet wurde.

Der Komplex stammt aus der Feudalzeit zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert. 1739 wurde er von den Rivalen der Herzöge, den Chanches von Ksani, zerstört und niedergebrannt. Die Aragavis wurden dezimiert und die Chanches übernahmen die Macht.

Wenige Jahre später erschütterte ein Bauernaufstand die Chanches, woraufhin König Teimouraz die Herrschaft übernahm – doch auch er musste sich 1746 einem zweiten Bauernaufstand stellen.

Zeitlebens diente das Areal als Kultstätte, nationales Versammlungszentrum und Militärfestung.

2007 wurde die Zitadel in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Die Festung Ananouri besuchen

Inmitten des Kaukasus am Ufer des Stausees Jinvali erhebt sich die Festung Ananouri wie eine Wächterin der umliegenden wilden Natur. Ihre Mauern und Türme spiegeln sich in den Gewässern des Jinvali wider und vollenden dieses ergreifende Panorama.

Als einer der besten erhaltenen Orte Georgiens gilt die Festung trotz der Kämpfe und Brände, die sie in der Vergangenheit erlebte. Die Zitadel von Ananouri zählt heute zu den unverzichtbaren Stationen einer Reise auf der „Militärstraße". Diese Straße nach Kazbegi gilt als eine der schönsten Georgiens und ist ein beliebtes Ziel bei Georgienreisen.

Beim Betreten der Anlage entdeckt man zwei wunderbare Kirchen und einen Wehrturm. Man kann in einen der in die Mauern eingebauten Türme hinaufsteigen und genießt von dort einen herrlichen Ausblick auf den See und die Ruinen darunter. Die kleine Kirche besticht durch ihre Schönheit und verbirgt wunderbar erhaltene mittelalterliche Fresken.

Die Legende von Ananouri

Viele Rätsel und Legenden ranken sich um die Festung und machen ihre Erkundung umso fesselnder. Eine erste Legende erklärt die Namensgebung von Ananouri. Die Zitadel soll nach einer außergewöhnlich mutigen Frau aus Nuri namens Ana benannt sein. Sie wurde von der tatarischen Armee gefangen genommen, die die Festung erobern wollte und den Geheimgang kennenlernen wollte, durch den sich die Georgier versorgen konnten. Ana wurde gefoltert und getötet, wobei sie das Geheimnis des Tunnels mit sich nahm. Daher soll das Schloss ihr zu Ehren Ananuri genannt worden sein – eine Heldin im Herzen der Georgier.

Der Jinvali-See

Wenn man das Kloster Ananouri besucht, darf ein Halt am Jinvali-See keinesfalls fehlen – auch dieser See birgt zahlreiche Geheimnisse.

Das große Wasserreservoir versorgt heute Tiflis mit Trinkwasser. Bei seiner Errichtung kam es zu verheerenden Überschwemmungen in der Region, die viele historische Denkmäler zerstörten. Der Legende nach soll eine alte Kirche aus der Zeit des Königs Tamar auf dem Grund liegen und ihr Glockenturm soll sichtbar werden, wenn der Wasserspiegel sinkt. Es heißt auch, dass wer unter Wasser die Glocken läuten kann, sich seine tiefsten Wünsche erfüllen darf. Ob man daran glaubt oder nicht – viele Touristen versuchen es trotzdem.

Die Festung Ananouri ist sehr leicht zu erreichen und liegt nur etwa 60 Kilometer von Tiflis entfernt. Nehmen Sie die Straße E17, die der berühmten und wunderschönen „Militärstraße" in Richtung Kazbegi folgt – die Festung werden Sie unmöglich übersehen.

Ein Parkplatz ist direkt vor Ort vorhanden, so dass Sie Ihren Besuch unbeschwert genießen können.

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